Fleisch selbst marinieren – Gründe und Rezepte

Mariniertes Fleisch im Discounter zu kaufen ist immer eine so eine Sache. Wer mal ein Blick auf die Zutaten wirft, wird schnell merken, das da nicht viel steht – warum wohl? Weil die Zutatenliste nicht zum Kauf anregen würde! Viele Anbieter haben in Ihren Grillprodukten Milchzucker, was zum Beispiel Menschen nicht bekommt, die unter einer Laktoseintoleranz leiden. Auch sonst gibt es bei fertig mariniertem Fleisch alles, was die Chemielabore der Lebensmittelindustrie so hergeben: Emulgatoren, Stärke, Stabilisatoren, Aromastoffe, Geschmacksverstärker, färbende Stoffe oder Säuerungsmittel.

In einem Test hat die Stiftung Warentest einmal fertig mariniertes Grillfleisch unter die Lupe genommen, das Ergebnis bereitet Magenschmerzen. Bei allem getesteten Geflügelprodukten max. nur Note „befriedigend“ Abgesehen von den chemischen Zutaten, gibt es noch weitere gute Gründe kein mariniertes Fleisch zu kaufen:

  • man kann das Fleisch nicht sehen, man hat keine Ahnung wie das so aussieht, ob es noch frisch ist
  • oft wird fett als Geschmacksträger in der Marinade eingesetzt, das macht das Fleisch fetter als es eigentlich ist
  • man kann nicht erkennen ob das Fleisch noch gut ist. Wenn man daran riecht, riecht es nach Marinade
  • man den Geschmack des Fleisches nicht individuell bestimmen und diverse Köstlichkeiten kann man besser selbst machen

Marinade zum Grillen selber machen

Marinieren kann man Schwein, Rind und Geflügel.  Jetzt marinieren und gleich grillen funktioniert aber leider auch nicht. Idealerweise bekommt Marinade Zeit um das Aroma an das Fleisch abzugeben und das Fleisch gleichzeitig zart zu machen. Dazu sollte man das Fleisch am Vorabend marinieren und eingepackt in einem Gefrierbeutel im Gühlschrank ziehen lassen. Gefrierbeutel haben den Vorteil, das man sie drehen und wenden kann, so kommt die Marinade an jedes Stück und und in jede Ecke kommt. Einfache Marinaden bestehen aus einem hochwertigem Öl, gerne hochwertigem Olivenöl bei Rind oder Schwein, etwas Knoblauch und einem Spritzer Zitrone. Man kann auch kleine gehackte Kräuter hinzu geben, doch muss man aufpassen, Kräuter verbrennen auf dem Grill und können dabei einen komischen Eigengeschmack entwickeln. Um euch mal einen Einblick zu geben, wie ich so mariniere, habe ich euch meine Klassiker einmal zusammen geschrieben.

Knoblauchmarinade für Pute

2-3 Knoblauchzehen pressen und mit mit 80 ml Sojaöl vermischen. Wer mag gibt noch geraspelte Paprika oder Chili hinzu. reicht für 2 -3 Portionen Putenbrust

Honig – Knoblauch Marinade für Hähnchenbrust

4 Esslöffel Rapsöl oder Sonneblumenöl (kein Olivenöl)
1 Zitrone oder Limette
1 Esslöffel Honig
2-4 Knoblauchzehen
1 kleine Chili

Zitrone / Limette ausdrücken, Honig dazu geben, gepressten Knoblauch zugeben und etwas Chili. Das alles in einen Beutel geben und die Hähnchenbrust dazu. Wichtig, vor dem grillen Abtropfen lassen.

Marinade für Holzfäller oder Nackensteak

1 Esslöffel Öl
6 Esslöffel Ketchup
2 Esslöffel Kräuteressig
2 Esslöffel Honig
1 Zwiebel
frisch gemahlener Pfeffer
etwas Paprikapulver rosenscharf
etwas getrocknete Kräuter wie Basilikum, Oregano und Kerbel

Wie gehabt, alles mischen und die trockengetupften Steaks lagenweise in Marinade einlegen und 2-3 dafür sorgen das die Marinade frisch auf das Fleisch kommt. Die Zutaten reichen für 6-8 Steaks.

Wie ihr seht, sind Marinaden einfach zu zubereiten. Ein bisschen Kreativität und ein gut gefüllter Küchenschrank tragen den Rest dazu bei. So könnt ihr euch Sicher sein, das ihr frisches Fleisch unter der Marinade habt und bestimmt die Geschmacksrichtung und die Würzung komplett selbst.

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