Grill professionell anzünden

Grill professionell anzünden

Wer noch nicht viel Erfahrung mit Holzkohlegrills gesammelt hat, wird sich gerade am Anfang recht schwer mit dem Anzünden tun. Aber Übung macht bekanntlich den Meister – diese vier Tipps garantieren einen stressfreien Start in den Grillabend.Sicherheitsbuegel Grill Anzuendkamin

  1. Hochwertige Grillkohle verwenden

Das wichtigste Erfolgskriterium für eine schöne Glut ist die Verwendung qualitativ hochwertiger Grillkohle. Die Unterschiede beginnen schon beim Namen. Grillholzkohle bezeichnet karbonisiertes Laubholz. Grillkohle (auch als Briketts bekannt) besteht wiederum aus gepresstem Braunkohlenstaub. Die Asche der Grillkohle (Braunkohle) ist bräunlich, die Grillholzkohle hat die allseits bekannte weiße Asche. Die klassische Holzkohle ist sehr leicht entzündbar. Sie erspart dadurch langes Anglühen – verglüht aber auch schneller. Das erfordert wiederum ein häufiges Nachlegen der Kohle. Holzkohle empfiehlt sich für schnelles Grillen bei geringen Essensmengen. Hochwertige Holzkohle erkennt man an ihren langen, aber feinen Stücken.

Für ausgedehnte Grillabende oder große Essensmengen empfehlen sich Holzkohlekissen oder Grillbriketts, weil sie lange Hitze erzeugen. Grillbriketts brauchen etwas länger, bis sie entflammen, ersparen aber das ständige Auffüllen neuer Kohle. Eine umweltfreundliche neue Variante sind Grillbriketts aus Kokosnussschalen. Das Kokosmaterial glüht drei mal länger als konventionelle Holzkohle und qualmt zudem wesentlich weniger.

  1. Den richtigen Grillanzünder verwenden

Es gibt viele verschiedene Grillanzünder die verwendet werden können. Am günstigsten sind Tannenzapfen. Man kann sie im Wald oder Garten einsammeln, sie brennen schnell und entwickeln eine enorme Hitze. Problem: Die enthaltenen Harze können beim Brennen ungesunde Bitterstoffe erzeugen. Flüssige Grillanzünder wie Spiritus werden auf die Kohlestücken gegeben und angezündet. Spiritus kann aber eine Stichflamme verursachen, weshalb es mittlerweile weniger gefährliche aber auch teurere Gel-Anzünder zu kaufen gibt. Der Klassiker unter den Grillanzündern ist der gute alte Anzündwürfel. Anzündwürfel gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Qualitäten. Beispielsweise auch als Öko-Variante ohne den typischen beißenden Geruch.

  1. Pyramide und Luftzufuhr

Um den Grill anzuzünden, wird die Grillkohle zu einer Pyramide aufgeschichtet. Dabei ist es ratsam nicht zu viel Kohle zu verwenden. Feste Anzündhilfen, wie Anzündwürfel, werden vorher nach Packungsanleitung verteilt. Flüssige Anzündhilfen, wie Spiritus, werden über die Pyramide gegossen. Anschließend einige Minuten zu warten, damit die Flüssigkeit die Kohle oder die Briketts durchnässen kann. Danach die Pyramide mit einem langen Streichholz anzünden. Um die Glut rasch zu entfachen, bedarf es noch etwas Sauerstoffzufuhr durch regelmäßiges Fächern. Eine zweite Schicht Kohle kann nach einer halben Stunde aufgeschüttet werden. Grillbereit und heiß genug ist die Kohle, wenn die Glut deutlich erkennbar ist und sich weiße Asche über die Holzkohle gelegt hat.

  1. Anzündkamin – eine saubere Lösung für Anfänger

Die Pyramidenmethode beherrscht nicht jeder. Gerade Ungeübte sollten zum Anzündkamin greifen. Diese Methode ist die einfachste, sauberste und effektivste um eine optimale Glut zu erreichen. Der Anzündkamin wird auf dem Grill positioniert. Dann kommen etwas Holzkohle oder Briketts auf den Rost, in den oberen Teil des Anzündkamins. Im unteren Teil werden Anzündwürfel verteilt und angezündet. Durch den Kamineffekt wird das Feuer der Grillanzünder nach oben gesaugt und die Kohle entfacht. Nach 20 bis 30 Minuten ist das Brennmaterial optimal durchgeglüht und kann in den Holzkohlegrill geschüttet werden. Ein zusätzlicher Bügel am Anzündkamin kann das Ausschütten erheblich erleichtern. Grundsätzlich sollte aber nur mit Handschuhen gearbeitet werden.

 

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